Sozialprojekt endet nach zehn Jahren
NWZ vom 24.09.2026
Das Projekt „Regenbogenkinder“ ist Ende August beendet worden. Darauf weist die Göppinger Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung hin. Das Kindertagespflegeangebot für über dreijährige Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung im Bodenfeld war 2016 in Kooperation zwischen dem Verein für Kindertagespflege, dem Landkreis Göppingen und der Stadtverwaltung eingerichtet worden. „Nun kann das Projekt wegen sinkender Bedarfe und veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr weitergeführt werden“, betont die Stadtverwaltung Göppingen.
Bei den „Regenbogenkindern“ seien täglich acht Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren aus den Gemeinschaftsunterkünften beziehungsweise der Anschlussunterbringungen in den Räumen des katholischen Gemeindezentrums St. Paul im Bodenfeld betreut worden. Die beteiligten Partner und die Eltern der Kinder hätten sich über „Kontinuität, hohe Qualität und Zuverlässigkeit“ gefreut. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass für die Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung die individuelle sprachliche und soziale Förderung enorm wichtig sei. Die Förderung innerhalb der kleinen Gruppe erleichterte den Kindern den Eintritt in die Schule beziehungsweise bereitete sie auf den Kindergarten vor. Sie hatten die Chance, traumatische Erfahrungen von Krieg und Flucht durch positive Erlebnisse und eine enge Bindung an ihre Tagesmütter zu verarbeiten. Sonja Elineau, Geschäftsführerin des Vereins für Kindertagespflege, bedauert es sehr, dass dieses „einzigartige Projekt in Baden-Württemberg“ nun beendet wird und dankte allen Kooperationspartnern.
